Verschollenes Reisegepäck

Als die Mallorca Urlauber in München ankamen warteten Sie vergeblich am Gepäckband.Ein Stück Ihres Reisegepäcks, ein Koffer mit wertvollem Inhalt fehlte. Er blieb auch – wie so viele andere Gepäckstücke – dauerhaft verloren. Das Ehepaar hatte zudem versäumt, vor Beginn der Reise eine Reisegepäckversicherung abzuschließen.
Der Reiseveranstalter wollte den Schaden zunächst nicht übernehmen, musste schließlich aber doch klein beigeben.
Die Reisenden beriefen sich nämlich auf das Montrealer Übereinkommen.
Im Montrealer Luftverkehrs-Übereinkommen sind die Rechte der Fluggäste bei Gepäckverlust klar geregelt.
Geht Reisegepäck verloren oder kommt es später als 21 Tage nach dem Reiseende an, wird ein Verschulden des
Luftfrachtführers unterstellt.Er kann sich nur entlasten, wenn das Reisegepäck z.B. mangelhaft verpackt, bereits vorher beschädigt oder durch Krieg oder staatliches Handeln nicht ankommt.
Die Entschädigung ist allerdings auf 1000 SZR beschränkt. SZR ist eine interstaatliche Kunstwährung und entspricht zur Zeit etwa 1.000 Euro.
Für höherwertiges Reisegepäck, bleibt daher eine Reisegepäckversicherung immer noch sinnvoll, zumal diese das Reisegepäck auch nach dem Abholen vom Gepäckband versichert.
Doppelt kann man die Entschädigung aber nicht erhalten. Der Reisegepäckversicherer wird die nach dem Montrealer Abkommen erhaltene Entschädigung von seiner Erstattung abziehen.

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