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Verbraucherzentrale empfiehlt Abschluss von Reiserücktrittsversicherungen

In einem Artikel vom 24.2.2011 beschäftigt sich die Verbraucherzentrale NRW mit den Tücken der Frühbucher Reiseangebote.

Zahlreiche Reiseveranstalter locken mit so genannten Frühbucherrabatten. Was auf den ersten Blick als Schnäppchen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hingucken jedoch oft als Schmalspurangebot, bei dem eine Reihe zusätzlicher Kosten fällig werden.

Oft werden die Rabatte z.B. nur für bestimmte Unterkünfte gewährt. Manchmal ist in den Angeboten auch der Transfer zum Hotel nicht enthalten. Die zusätzlichen Taxikosten sind in manchen Fällen teurer als die Einsparung beim Reisepreis.
Auch auf die angegeben Katalogpreise ist nach den Recherchen der Verbraucherschützer kein Verlass mehr. Die Reiseveranstalter können die Preise in den Kataloge nachträglich anpassen.
[warning]Werden Reisen länger als vier Monate vor Reisebeginn gebucht, können Veranstalter den Preis für Pauschalreisen im Nachhinein erhöhen[/warning]

Die Verbraucherzentrale rät gerade bei Frühbuchern, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen,die Prämie sei im Vergleich zu den drohenden Sornokosten ein “Klacks”.

[important]Wir empfehlen vor dem Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung einen entsprechenden Preis- und Leistungsvergleich zu lesen.[/important]

Denn sparen kann man nicht nur bei der Reisebuchung sondern auch beim Abschluss einer Reiseversicherung.

 

 

Stornierungsfristen in der Reiserücktrittsversicherung

Je näher der Reisebeginn rückt, desto mehr erhöhen sich die Stornokosten, die von den Reiseveranstaltern für die gebuchte Reise in Rechnung gestellt werden. Die Reiserücktrittsversicherung übernimmt allerdings ausschließlich die Stornokosten, die  zum Zeitpunkt des erstmaligen Auftretens eier Erkrankung oder eines anderen versicherten Rücktrittsgrundes ( Todesfall, Arbeitslosigkeit …) anfallen.
Die Versicherungsnehmer einer Reiserücktrittsversicherung müssen somit bei zu langem Abwarten die Differenz zu den höheren Stornokosten selbst zu tragen.  Den Versicherten ist daher dringend zu raten, sofort beim Eintreten eines möglichen Versicherungsfalles ihren Reiseversicherer zu kontaktieren Dort wird man ihnen entsprechend mitteilen, ob die Reise bereits jetzt storniert werden muss, oder ob noch in der Hoffnung auf  eine rechtzeitige Genesung abgewartet werden kann.
Bei der Hotline der jeweiligen Reiserücktrittsversicherung können sich erkrankte Urlauber entsprechend informieren, sobald die ersten Krankheitszeichen auftreten. Wenn die Kunden ohne Rücksprache mit der Versicherung die Reisestornierung unterlassen, gefährden sie ihren Versicherungsschutz und erhalten nur die Stornokosten ersetzt, die bei rechtzeitiger Stornierung der Reise angefallen wären.

Reiserücktritt light

Eine Reiserücktrittsversicherung sichert klassischerweise die Stornokosten ab, die anfallen, wenn der Versicherungsnehmer oder andere Risikopersonen unerwartet krank werden oder einen Unfall erleiden. Dabei sind nach den Erfahrungen der Versicherer bis 80 Prozent dieser Fälle solche, bei denen der Kunde ambulant behandelt wird.
Der Versicherungsmakler Travelsafe hat ein Versicherungsangebot zusammengestellt, das diese Fälle ausschließt.
Die „Reiserücktritt light“ greift nur, wenn ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig ist. Mit dem Produkt will man offenbar preissensible Kunden ansprechen, die sich nur gegen wirklich gravierende Risiken absichern möchten.
Versicherer ist der HDI Gerling, der sich so eines Großteils des Risikos und dem gefürchteten Missbrauch privatärztlicher Gefälligkeitsatteste entledigt.
Wir können uns nicht vorstellen, dass sich dieses Angebot am Markt durchsetzen wird, da in den letzten Jahren ein gegenteiliger Trend hin zu Tarifen ohne SB zu verzeichnen ist und die Kunden gerade Tarife mit möglichst umfassenden Schutz wünschen.