Autorarchive: Globetrotter

Verbraucherzentrale Hamburg mahnt Berlin Direkt Versicherung ab

Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) hat die BD24 Berlin Direkt Versicherung AG (eine 100-prozentige Tochter der der HanseMerkur Holding AG) abgemahnt, weil diese in § 3 ihrer Versicherungsbedingungen für die Reiseversicherung (VB-BD24-JV2012) der Verpflichtung aus § 1 Absatz 2  in Verbindung mit Absatz 1 Nummer 15 VVG-InfoV nicht nachgekommen sei. Die Textpassage zu den Kündigungsmodalitäten (automatische Verlängerung, wenn nicht ein Monat vor Ende der einjährigen Laufzeit gekündigt wird) sei nicht wie erforderlich hervorgehoben oder deutlich gestaltet.

Auf vielen Online-Reiseportalen wie fluege.de, ab-in-den-urlaub.de oder reisen.de können Kunden, wenn Sie Ihren Urlaub buchen, zusätzlich eine Reiseversicherung der BD24 Berlin Direkt Versicherung AG abschließen. Was vielen Kunden nicht klar ist: Diese Jahresversicherungen verlängern sich automatisch, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Was noch weniger Reisekunden bemerkt haben ist die Tasache, dass die Versicherungsprämie im ersten Jahr zwar sehr günstig ist, sich aber in den Folgejahren automatisch nahezu verdoppelt. So kostet der Versicherungsschutz für eine Jahres-Reiseversicherung mit einer Versicherungssumme von 1.000 EUR im 1 Jahr 29 EUR und in den Folgejahren 59 EUR. Dies findet man allerdings nur heraus, wenn man das Produktinformationsblatt der BD24 sorgfältig studiert.

Die VZHH hat nach eigenen Angaben in diesem Zusammenhang zahlreiche Beschwerden von Reisenden erhalten, denen nach der Buchung eines Urlaubs im vergangenen Jahr nun der Versicherungsbetrag für 2015 vom Konto eingezogen wurde.

Beim Abschluss des Vertrags hat die Berlin Direkt Versicherung nach Auffassung der VZHH nicht ausreichend über die Kündigungsbedingungen informiert. Deshalb hat man das Unternehmen  abgemahnt.

Die VZHH wendet sich in ihrem Internet Auftritt ( Reiseschutz als Abofalle ) jetzt auch direkt an Kunden der BD24 Berlin Direkt Versicherung AG :

„Haben Sie eine Reiseversicherung bei BD24 Berlin Direkt Versicherung AG abgeschlossen? Wussten Sie auch nicht, dass sich der Vertrag automatisch verlängert? Fordert Berlin Direkt nun die Prämie für das Folgejahr oder hat sie diese sogar schon von Ihrem Konto abgebucht? Wir können Sie beruhigen! Sie können den Vertrag noch widerrufen. Holen Sie sich Ihr Geld zurück!“

Was bedeutet das für Kunden, die entsprechende Verträge bei ihrer Reisebuchung abgeschlossen haben ?

„Zeit für einen Widerruf“ meint dazu die VZHH . Man ist überzeugt , dass die Versicherungsnehmer aufgrund der fehlerhaften Widerrufsbelehrungen nicht nur Ihren Vertrag rückwirkend widerrufen können , sondern auch mit guter Aussicht auf Erfolg Ihr Geld – sogar die Prämie für das erste Vertragsjahr – zurückfordern können.

Ein vorformuliertes Widerrufsschreiben können die Kunden direkt in der entsprechenden Veröffentlichung der VZHH finden. Sollte die Berlin Direkt Versicherung den Widerruf nicht akzeptieren, können sich die Kunden direkt an die VZHH wenden.

Beim Versicherer nimmt man die Abmahnung offenbar sehr ernst und hat auch umgehend reagiert. Der Versicherer hat in den auf der Homepage aktuell hinterlegten AVB  § 2 Nr. 3 nunmehr deutlich schriftlich hervorgehoben.

 

Reiserücktrittsversicherung – neue Testergebnisse Juni 2014

REiserücktrittsversicherungWie wir bereits in unserem letzten Beitrag berichtet haben, hat das Handelsblatt  in seiner Ausgabe vom 17.06.2014 Testergebnisse zur Reisekrankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung veröffentlicht.
Der Test selbst wurde von der renommierten und auf die Bewertung von Versicherungen spezialisierten Ratingagentur Franke und Bornberg durchgeführt.

Neben den Reisekrankenversicherungen wurden schwerpunktmäßig auch die Tarife der Reiserücktrittsversicherung unter die Lupe genommen. Geprüft wurde der Leistungsumfang der verschiedenen Reiserücktrittsversicherung Tarife. Anders als bei den Produkttests der Stiftung Warentest wurde bei der Bewertung der verschiedenen Anbietertarife auch die aktuelle Tarifprämie mit einbezogen.

Beim Leistungsumfang wurden auch die Formulierung der oft streitigen Leistungsausschlüsse und Obliegenheiten bewertet. Insbesondere ist bei Leistungsfällen aus der Reiserücktrittsversicherung oft strittig, wann die Versicherungsnehmer die Reise stornieren müssen, ohne den Versicherungsschutz zu gefährden.

Die Testsieger in der  Reiserücktrittsversicherung

Kategorie Singles

hier hat der ADAC mit 100 Punkten das beste Ergebnis erzielt. Der Tarif gilt allerdings nur für ADAC Mitglieder. Nur knapp dahinter liegt die TravelProtect Reiserücktrittsversicherung mit 97 Punkten.

 1_platz Reiserücktrittsversicherung 1. Platz
100 Punkte
ADAC
Schutzbrief Tarif Exklusiiv

2_platz Reiserücktrittsversicherung

2.PLatz
97 Punkte
TravelProtect
TP Single

3_platz

3.Platz
94 Punkte
ERV (Europäische Reiseversicherung)
Jahres-Reiserücktrittsversicherung
Kategorie Familien

Hier hat die TravelProtect Reiseversicherung mit 97 Punkten deutlich die Nase vorne. Zweiter Sieger wurde die ERV mit 94 Punkten. Den 3. Platz mit je 88 Punkten teilen sich die HanseMerkur mit der Allianz Global Assist .

 1_platz Reiserücktrittsversicherung 1. Platz
97 Punkte
TravelProtect
TP Familie

2_platz Reiserücktrittsversicherung

2.PLatz
94 Punkte
ERV (Europäische Reiseversicherung)
Jahres-Reiserücktrittsversicherung

3_platz

3.Platz
88 Punkte
Allianz Global Assist, HanseMerkur Reiseversicherung
Jahres-Reiserücktrittsversicherung

Unser Hinweis :  Wir empfehlen bei teureren Reisen den Abschluß einer Reiserücktrittsversicherung ohne Selbstbehalt. Oft wird von von Kunden die vermeintlich günstigere Alternative mit Selbstbehalt gewählt, was zur Folge hat, dass bei teuren Reisen manchmal sogar ein vierstelliger Betrag an den Versicherten „hängen“ bleibt.

Neuer Test Reisekrankenversicherung

AuslandskrankenversicherungDas Handelsblatt hat in seiner Ausgabe vom 17.06.2014 Testergebnisse zur Reisekrankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung veröffentlicht.
Der  Test selbst wurde von der renommierten und auf die Bewertung von Versicherungen spezialisierten Ratingagentur Franke und Bornberg durchgeführt.

Geprüft wurde der Leistungsumfang der verschiedenen Reisekrankenversicherung Tarife. Anders als bei den Produkttests der Stiftung Warentest wurde bei der Bewertung auch die Tarifprämie mit einbezogen.

Beim Leistungsumfang wurde insbesondere die Versicherungsleistung  für stationäre Heilbehandlung im Ausland geprüft. Außerdem war ein wichtiger Prüfungspunkt , unter welchen Voraussetzungen vom Reiseversicherer ein Rücktransport des Versicherungsnehmers nach Deutschland organisiert und bezahlt wird. Schließlich zahlen manche Anbieter auch ein Krankenhaustagegeld, was ebenfalls positiven Niederschlag im Testergebnis fand.

Die Testsieger Reisekrankenversicherung

Kategorie Singles

hier hat die Allianz mit 94 Punkten das beste Ergebnis erzielt. Nur knapp dahinter liegt die Barmenia  mit 94 Punkten.

1. Platz
94 Punkte
Allianz
Tarif R.32
2.PLatz
91 Punkte
Barmenia
Tarif TRKS
3.Platz
82,5 Punkte
Vigo  Signal  DEVK  Inter  Pax
Kategorie Familien

Auch hier hat die Allianz mit 97 Punkten deutlich die Nase vorne. Zweiter Sieger wurde wieder die Barmenia  mit 94 Punkten.  Den 3. Platz erreichte der ADAC.

  1. Platz
97 Punkte
Allianz  
Tarif R.32
  2.PLatz
94 Punkte
Barmenia
Tarif TRKF
  3.Platz
91 Punkte
ADAC
Schutzbrief

Unser Hinweis : Nach der Einschätzung von Verbraucherschützern ist eine Auslandskrankenversicherung die wichtigste Absicherung bei Auslandsreisen.

Quelle: http://reise-versicherung-test.com/

Finanztest vs. Münchener Verein – Der Nachtest

ft062014-kleinIn ihrer aktuellen Juni Ausgabe hatte die Stiftung Warentest – wie jedes Jahr – zahlreiche Tarife von Reisekranken­versicherungen getestet. Nicht alle Anbieter beteiligen sich an diesen Tests. So hatte z.B. der Münchner Verein seinen Tarif „Care 2 Go“ zum Test­zeit­punkt von seiner Internetseite genommen. Nachdem der Tarif jetzt wieder abgeschlossen werden kann, entschlossen sich die offensichtlich verärgerten Verbraucherschützer zu einem „Nachtest“.

Die Vorgeschichte

Laut Finanztest hat sich die Vorgeschichte wie folgt abgespielt :

Kurz nach dem Unter­suchungs-Stichtag 1. April 2014 hatte der Versicherer mitgeteilt: „Wir über­arbeiten unsere Auslands­reisekranken­versicherung und haben aus diesem Grund bereits heute unser Angebot von unserem Rechner auf der Home­page genommen.“ Interes­sant: Nach Veröffent­lichung der Testergebnisse tauchte der Tarif aber plötzlich wieder auf – ohne dass der Versicherer irgend­etwas geändert hat.


Das Egebnis des Nachtests wird dem Versicherer nicht gefallen.

Der Münchener Verein, wirbt damit, bundes­weit die güns­tigste Auslands­kranken­versicherung anzu­bieten. Tatsäch­lich sind die Preise sehr nied­rig: So zahlt eine Einzel­person für den Online-Tarif bis einen Tag vor dem 56. Geburts­tag nur 5,88 Euro im Jahr. Ab dem 56. Geburts­tag zahlen Kunden 12,48 Euro und ab dem 76. Geburts­tag 19,92 Euro. Die Prämien sind also tatsächlich äußerst günstig. Allerdings gibt es eben auch andere Anbieter, die für weniger als 10 Euro ein Sehr Gut als Testergebnis ausweisen, während Finanztest dem tarif „Care 2Go“ gerade noch ein Befriedigend (3,5) zubilligt.

Dafür gab es Punktabzüge :

“ Care 2 go“ bietet Urlaubern für Reisen außer­halb Deutsch­lands lt. Stiftung Warentest befriedigende Leistungen. Für dieses Urteil haben die Tester die Kriterien für welt­weit geltende Auslands­reise-Kranken­versicherungen zu Grunde gelegt.
Wichtiger Prüf­punkt sind für die Verbraucherschützer die Gesund­heits­leistungen des Versicherers. Dabei kommt es auf klar formulierte Bedingungen an. Da der Münchener Verein nur bei „einem im Ausland unvor­hergesehen eintretenden Versicherungs­fall“ leistet und der Terminus „unvor­hersehbar“  nicht erklärt wird, gab es dafür einen Abzug.

Anbieter die mit Sehr Gut bewertet werden erstatten Urlaubern im Notfall Kosten für Hilfs­mittel, zum Beispiel Krücken, Prothesen oder einen Roll­stuhl, wenn dies medizi­nisch notwendig ist. Viele zahlen auch für provisorischen Zahn­ersatz und sie über­nehmen die Kosten für eine psychische Erkrankung. All dies bietet der Münchener Verein nicht.

Krankenrück­trans­port
Sehr gut bewertet wird von den Testern, wenn der Versicherer auch die Kosten des Rücktransports auch dann über­nimmt, sobald eine stationäre Behand­lung im Ausland voraus­sicht­lich länger als 14 Tage dauert. Der Münchener Verein bietet diese Leistung zwar an. Nicht gefallen hat Finanztest aber dass der Anspruch auf Kosten­erstattung nicht ohne weitere Einschränkung besteht, sobald der Rück­trans­port medizi­nisch sinn­voll und vertret­bar ist.

Tod im Ausland
Stirbt der Versicherte im Ausland, über­nehmen sehr gute Versicherer mindestens 10 000 Euro für die Über­führung nach Deutsch­land oder die Bestattung am Urlaubs­ort. Der Münchener Verein hat die Leistung für Bestattungen welt­weit und für Über­führungen inner­halb Europas auf 5 200 Euro beschränkt.

Unser Fazit

Ob die Verbraucherschützer etwas gnädiger mit dem Versicherer umgegangen wären, wenn er sich am Test beteiligt hätte, bleibt nur zu vermuten. Allerdings hatte der Tarif „care 2 go 505“ im Test 2012 sogar nur ein ausreichend (3,7) erhalten, was den Versicherer vermutlich nicht zur weiteren Teilnahme motiviert hat. Denn schon im Finanztest 2013 sucht man vergeblich nach Angeboten des Münchner Vereins.

Quelle : http://www.test.de/Reiseversicherung-Muenchener-Verein-im-Nachtest-enttaeuschend-4709270-0/

Reiserücktrittsversicherung und betriebsbedingte Versetzung

ReiserücktrittsversicherungDie Versetzung an einen neuen Arbeitsplatz hat nicht automatisch die Eintrittspflicht der Reiserücktrittsversicherung zur Folge. Die Gründe für einen Eintrittspflicht der Reiserücktrittsversicherung sind abschließend in den jeweils vertraglich vereinbarten Allg. Versicherungsbedingungen aufgeführt. Ein Arbeitsplatzwechsel ist nur bei wenigen Anbietern mitversichert (z.B. TravelProtect)

Die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“  berichtet in Heft 5/2014 über ein aktuelles Urteil des Amtsgerichts München. Danach hat in einem vergleichbaren Fall auch die Reiserücktrittsversicherung nicht für eventuell anfallende Stornokosten aufzukommen.

Die geplatzte Thailandreise

Das Amtsgericht München wies mit seinem Urteil die Klage einer Frau zurück. Die Klägerin hatte für sich und ihren Ehemann eine Urlaubsreise Thailand gebucht. Als ihr Ehemann kurzfristig vom Arbeitgeber versetzt wurde, stornierte sie die Reise.

Als Begründung hatten die Versicherungsnehmer angeführt, dass sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann während des Zeitraums der geplanten Reise an den neuen Arbeitsort umziehen wollten. Die Klägerin , die bei Buchung der Thailandreise eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hatte, verlangte sie von der Versicherung die Übernahme der Stornokosten von 1260 Euro.

Das Amtsgericht München sah dafür keine rechtliche Grundlage. Es sei nicht zwingend, dass die Klägerin und ihr Ehemann sofort umziehen müssten und daher die Reise nicht antreten könnten. Anders wäre der Fall beispielsweise zu beurteilen, so das Gericht, wenn der Arbeitsplatzwechsel zu einer Urlaubssperre geführt hätte. In diesem Fall wäre dann wohl aber auch der Arbeitgeber dazu verpflichtet gewesen, seinem Arbeitnehmer die angefallenen Stornokosten zu ersetzen.

ERV und Centrum für Reisemedizin verlängern die Zusammenarbeit

reisesicherheitDie ERV, der Reiseversicherer der ERGO, und das Centrum für Reisemedizin (CRM) haben ihre Kooperation verlängert. Seit über zwei Jahren arbeiten beide Gesellschaften eng zusammen, um Kunden und Counter-Mitarbeitern wertvolle Informationen in den Bereichen Reisevorbereitung, Risikoaufklärung und Reiseschutz zu bieten. Zukünftig gibt es solche Informationen nicht nur für Urlaubsreisende, sondern auch für Geschäftsreisende. Mit einem neuen Handbuch informieren CRM und ERV über die richtigen Reisevorkehrungen sowie die medizinische Versorgung in den wichtigsten Reisezielen für Business Traveller.

Lt ERV vernachlässigen auch Geschäftsreisende, die viel unterwegs sind, recht häufig das Thema Absicherung bei Unfällen oder plötzlichen Erkrankungen. Im Notfall entstehen durch diese Versäumnisse sehr oft hohe Kosten. Außerdem tauchen auch Fragen nach dem richtigen Krankenhaus vor Ort oder der Organisation des Rücktransports auf.

Neues Handbuch

Mit dem neuen Handbuch von CRM und ERV sind Geschäftsreisende ab sofort bestens gerüstet für den nächsten Business Trip. Erhältlich ist es unter www.crm.de/geschaeftsreisen.

Reisegesundheit und Reisesicherheit

Seit Beginn der Kooperation wurden die umfangreichen Kenntnisse von CRM und ERV zu Reisegesundheit und Reisesicherheit gebündelt und über die eigenen Kommunikationskanäle an Kunden und Partner vermittelt. Ein gemeinsamer Informationsflyer zum Thema „Auslandskrankenversicherung“ klärt zum Beispiel über die Leistungen des Reiseversicherungsschutzes oder den Krankenrücktransport auf. Aktuelle Informationen zu notwendigen Impfungen oder der richtigen Reiseapotheke werden zusätzlich mittels Mailings an die Reisebüro-Partner oder auf den Webseiten www.erv.de und www.crm.de kommuniziert.

Mit dem CRM hat die ERV den idealen Partner gefunden. Das CRM ist seit Jahren als Informations-Dienstleister in Sachen Reisemedizin für Ärzte, Apotheken und interessierte Privatpersonen eine der ersten Adressen in Deutschland. Lothar Münnix, Arzt und Geschäftsführer CRM, erklärt: „Durch die Zusammenarbeit mit der ERV haben wir es geschafft, noch mehr Reisende zu den wichtigen Themen Sicherheit und Gesundheit unterwegs aufzuklären. Diesen erfolgreichen Weg möchten wir gemeinsam fortsetzen und nun mit den Geschäftsreisenden eine weitere Zielgruppe ansprechen.“

Quelle: Pressemitteilung ERV

Eura24 mit verbesserten AVB

europ assistanceWie die Europ Assistance berichtet, wurden die besonderen Bestimmungen eur@24 Classic prämienneutral auf folgende zusätzlichen versicherten Ereignisse erweitert:

II Reiseabbruch-Versicherung- §1 – Medizinische Ereignisse

e) Schwangerschaft

II Reiseabbruch-Versicherung- §1 – Sonstige Ereignisse

c) Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber

d)  Aufnahme eines neuen Arbeitsverhältnisses einschließlich Arbeitsplatzwechsel.

§4.3 der Reiseabbruch-Versicherung (Verlängerter Aufenthalt):

– Tod;

– Bruch von Prothesen und Lockerung von implantierten Gelenken;

– Schaden am Eigentum durch Feuer, Elementarereignissen, Straftat eines Dritten oder

– Komplikationen bei der Schwangerschaft

 

Ende von Ticketsafe ?

Mit der Ticketsafe Versicherung der ERV konnten sich Flugreisende in Zeiten der Krise der Luftfahrtindustrie schon ab fünf Euro gegen die Insolvenz von Fluggesellschaften versichern. Jetzt hat nach Angaben des Tagesspiegel die Europäische Reiseversicherung (ERV) dieses Versicherungsprodukt, das seit 2008 angeboten wurde, ohne Vorankündigung aus dem Angebotsprogramm gestrichen.

Die Entscheidung steht wohl im Zusammenhang mit sich häufenden Pleiten von Billig-Airlines. Ein Unternehmenssprecher sagte dem Tagesspiegel, die einheitliche Prämie für alle Flugbuchungen sei zunehmend zu einer „wirtschaftlichen Herausforderung“ geworden.Er berichtete von einem zu stark ausgeweiteten „Spannungsfeld zwischen risiko-kalkulatorischen Aspekten und einen alle Airlines umfassenden Versicherungsschutz“.
(Ob auch ein Zusammenhang mit kritischen Berichten in der letzten Ausgabe von Finanztest besteht, ist eher unwahrscheinlich. Anm.d.Red.)

Die ERV hat lt. dem bericht des Tagesspiegel zuletzt mit Ticketsafe ganz offenbar Verluste gemacht. Zuletzt hatte im Februar etwa die nationale ungarische Fluglinie Malev den Betrieb eingestellt. Zuletzt ließen sich Tickets bestimmter Fluggesellschaften – etwa der ungarischen Wizzair oder der nationalen zypriotischen Cyprus Airways – mit Ticketsafe gar nicht mehr versichern. Die Blacklist der nicht mehr versicherbaren Airlines wurde immer länger.

So wurden z.B. Flugtickets der Cirrus Airlines, der Spanair, der Cyprus Airways, der Velvet Sky,der Skyways Airline, der Air Nigeria,der TAROM und der Wizz Air nicht mehr versichert.
Ein vergleichbares Versicherungsangebot, kann derzeit noch über die Hanse Merkur Reiseversicherung abgeschlossen werden. Auch dort sind allerdings zahlreiche Airlines vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

[warning]Im Rahmen einer Reiserücktrittsversicherung ist die Insolvenz einer Ailine übrigens nicht versichert.[/warning]

ERV Ticketsafe

Finanztest berichtet über einen Viel­flieger der auf unkomplizierten Ersatzs seiner Umbuchungs­kosten hoffte und von seiner zu diesem Zweck abgeschlossenen Ticketsafe-Police enttäuscht war.

Für einen Beitrag ab 5 Euro bietet die Europäische Reise­versicherung ERV Flugreisenden die Ticketsafe-Versicherung an. Dieses Angebot fand ein Vielflieger interes­sant. Schließ­lich fliegt der Student häufig und die TicketsafeVersicherung bietet Storno-, Umsteige-, Umbuchungs- und Air­line-Insolvenz­schutz. Aus leidvoller Erfahrung wusste der Student noch, dass Reisende häufig auf Storno- und Umbuchungs­kosten sitzenbleiben. Die Fluggesell­schaften sind nur verpflichtet Steuern und Kosten wie Flughafen­gebühren an ihre Kunden zurück zu erstatten.

Die ERV bietet für diese Fälle den Ticketsafe-Umbuchungs-Schutz: „Bei Umbuchung bis 30 Tage vor Antritt des ersten Fluges erstatten wir die Kosten bis zu maximal 200 Euro insgesamt, und zwar ohne Nach­weis eines versicherten Ereig­nisses.“ Als der Student einen Flug zum Preis von 48,22 Euro stornierte, umbuchte und für den neuen Flug 199 Euro zahlte, forderte er von der ERV seine Mehr­kosten zurück. Der Versicherer erstattete 6 Euro. Der Versicherte hatte mit einer Erstattung von rund 150 Euro gerechnet.

Doch die Abrechnung war korrekt. In den AVB weist die ERV ausdrücklich darauf hin, dass sie Umbuchungs­kosten höchs­tens bis zur Höhe des Netto­flugpreises des ursprüng­lichen Flugti­ckets erstattet. Der Netto­preis des betreffenden Tickets für 48,22 Euro waren gerade einmal 6 Euro. Alles andere waren Steuern und Gebühren. (Quelle Finanztest http://www.test.de/Flugstorno-Nur-6-Euro-vom-Versicherer-4465113-0/)

Der Abschluss einer Ticketsafe Versicherung ist aus diesem Grund nur dann sinnvoll, wenn es sich nicht um Billigtickets handelt.

[important]Tipp: Volle Erstattung von Storno­kosten bietet eine Reiser­ücktritts­versicherung, wenn ihr Kunde unerwartet schwer erkrankt. [/important]

Passagierrechte bei Flugverspätung

Nur ungern zahlen viele Airlines Ausgleichszahlungen bei Flugverspätungen. Zudem verzichten viele Passagiere aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit auf die Durchsetzung ihrer Rechte. Grundsätzlich stehen den Passagieren folgende Leistungen zu :

Unterstützungsleistungen
Sie haben Anspruch auf sog. Unterstützungsleistungen, wenn für die Fluggesellschaft absehbar ist, dass sich der Abflug je nach der geplanten Flugstrecke um zwei, drei oder vier Stunden gegenüber der planmäßigen Abflugzeit verspäten wird.

2 Stunden: bei allen Flügen unter 1500 km
3 Stunden: bei allen Flügen innerhalb der EU über 1500 km
3 Stunden: bei allen anderen Flügen über eine Entfernung zwischen 1500 km und 3500 km
4 Stunden: bei allen anderen Langstreckenflügen.

Sie haben dann Anspruch auf Mahlzeiten und Erfrischungen und eventuell eine Hotelübernachtung (mit Beförderung zwischen dem Flughafen und dem Ort der Unterbringung) sowie zwei Telefongespräche, zwei Telexe oder Telefaxe oder E-Mails.

Ausgleichszahlung bei einer Verspätung von 3 oder mehr Stunden
Kommen Sie durch die Verzögerung erst mit einer Verspätung von drei oder mehr Stunden am Zielflughafen an, haben Sie zudem Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Die Höhe der Ausgleichszahlung ist abhängig von der Flugstrecke.

€ 250 für Flüge bis zu 1500 km
€ 400 für Flüge innerhalb der EU über 1500 km
€ 400 für Flüge über 1500 km bis 3500 km zu Zielen außerhalb der EU
bis zu € 600 für andere Flüge

Unterstützungsleistungen bei einer Verspätung von 5 oder mehr Stunden
Hat Ihr Flug mehr als fünf Stunden Verspätung, müssen Sie Ihre Reise nicht mehr antreten. Sie haben dann Anspruch auf Erstattung der Kosten für das Ticket. Tritt die Verspätung während einer Zwischenlandung ein, haben Sie zudem Anspruch auf einen Rückflug zum ersten Abflugort zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Einige spezialisierte Unternehmen bieten den Passagieren jetzt Unterstützung bei dem Eintreiben von Ausgleichszahlungen bei Fluggesellschaften an. So z.B. unter www.euclaim.de.

Kosten fallen nur bei erfolgreicher Durchsetzung der Forderung gegen die Airline an z.Zt. werden den Kunden  27% Erfolgsprovision berechnet.